Der Dorfentwicklungsplan

Die Gemeinde Öhningen plant für die Zukunft und hat im Rahmen eines Dorfentwicklungsplans verschiedene Potentialflächen ermittelt. Die Potentialfläche, welche zwischen dem Lidl und dem alten ZG-Gebäude liegt (siehe Lageplan), wurde vom Gemeinderat priorisiert. Die Spurgruppe untersucht nun zusammen mit dem Büro für Bürgerbeteiligung “translake” aus Konstanz, ob und wie in Öhningen ein Mehrgenerationenwohnprojekt initiiert und betrieben werden kann. 

Die "Potentialfläche"

Zwischen dem alten ZG-Gebäude, dem LIDL-Einkaufsmarkt und der Höristraße liegt das Gebiet, auf dessen Fläche das Mehrgenerationenwohnprojekt liegen kann. 

RÜCKBLICK

Auch die Idee, auf der “Potentialfläche” am Sportheim ein Mehrgenerationenwohnprojekt ins Auge zu fassen, stammt aus dem Dorfentwicklungsplan, der 2019 offiziell vorgestellt wurde. 

Infoveranstaltung

Die Infoveranstaltung

Am Mittwoch, den 23. Oktober 2019 fand in der Öhninger Sporthalle die Informationsveranstaltung zum Dorfentwicklungsplan statt.

Das Konzept legt planerische Leitlinien für die Entwicklung des Ortsteils fest. Dabei liegt der Fokus auf der Ortsmitte, die das Klosterareal, die Grüne Mitte und drei Potenzialflächen umfasst. Für deren Entwicklung stehen Fördergelder aus dem Landessanierungsprogramm zur Verfügung. Darüber hinaus enthält der Dorfentwicklungsplan Ideen für den öffentlichen Raum, das Alte Dorf, das Ortsbild und die Verknüpfungen zum See und in den Landschaftsraum.

Rund 120 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen, um sich über den aktuellen Stand zu informieren, Rückfragen zu stellen und sich beim anschließenden Apero über das Gehörte auszutauschen. Besonders spannend waren für viele die Vorschläge zur Zukunft der Sportplätze. Wichtig für die gesamte Ortsmitte ist die künftige Nutzung des Stifts, über den aktuellen Stand hierzu berichtete Bürgermeister Andreas Schmid. Die Idee, auf der Potenzialfläche am Sportheim ein Generationenprojekt zu realisieren, stieß auf großes Interesse. Ebenso wurde deutlich, dass in Öhningen auch bezahlbare Wohnungen entstehen sollen. Diese könnten zum Beispiel durch eine Baugruppe realisiert werden.

Der Beschluss des Gemeinderats

Am 12.11.2019, knapp drei Wochen nach der öffentlichen Informationsveranstaltung, beschloss der Gemeinderat den Städtebaulichen Rahmenplan für Öhningen. 

Ergänzend beschloss das Gremium, dass zwei Projekte aus dem Rahmenplan zuerst angegangen werden sollen. Beide Flächen befinden sich im Sanierungsgebiet – das heißt, dass für die Projekte Fördermittel vom Land zur Verfügung stehen.

Das ist zum einen der Klosterplatz mit Grüner Mitte, die die Sportplätze, den Spielplatz sowie die Freibereiche der Schule und den Marktplatz an der Höristraße umfasst. Dabei werden die Sportplätze am heutigen Standort erhalten. 

Zum anderen priorisierte der Gemeinderat die Potenzialfläche am Sportheim, hier soll ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt entstehen. Um dieses in die Entwicklung bringen zu können, ist es zunächst notwendig, sich vertieft mit der Fläche und den Nutzungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen.

Planungswettbewerb

Der Planungswettbewerb

Am Dienstag, den 3. März 2020, informierten Tina Mühleck und Lisa Frauhammer von translake über den aktuellen Stand zum Klosterplatz und der Grünen Mitte.

Für das Projektgebiet Klosterplatz und Grüne Mitte wird ein Planungswettbewerb ausgelobt. Vier Landschaftsarchitekturbüros werden aufgefordert, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten. Im Juli 2020 wählt ein Bewertungsgremium den Siegerentwurf aus. Diese Auswahl geht als Empfehlung an den Gemeinderat, der schließlich entscheidet, welches der Büros mit der weiteren Planung beauftragt wird.

In der Veranstaltung wurden die Anwesenden vor allem darüber informiert, welche Vorgaben die Planer*innen für ihre Entwürfe bekommen. Für den Klosterplatz soll ein durchdachtes und realisierbares Konzept entwickelt werden. Es soll ein attraktiver Aufenthaltsbereich geschaffen werden, der multifunktional nutzbar ist. Zusätzlich soll zukünftig ein Parkdeck für ausreichend Stellplätze sorgen. Für die Grüne Mitte sollen die vier Planungsbüros Ideen und Visionen entwickeln. Hierbei geht es darum, den Spielplatz und die Freianlagen der Schule aufzuwerten und die Sichtachse vom Klosterplatz zum See herauszuarbeiten. Weiter soll das Vereinsheim näher an die Sportplätze versetzt werden und der Markplatz an der Höristraße aufgewertet werden.

Rund 60 interessierte Bürger*innen kamen ins Rathaus, um sich über den Planungswettbewerb zu informieren und Rückfragen zu stellen. Besonders spannend war für viele die zukünftige Parkierung am Klosterplatz. Außerdem kam die Frage nach der zukünftigen Nutzung des Klosters auf, Bürgermeister Andreas Schmid berichtete hierzu über den aktuellen Stand.

Im nächsten Schritt beschloss der Gemeinderat den Ausschreibungstext, also die Vorgaben für die Planer*innen. Ab diesem Zeitpunkt haben die Büros drei Monate Zeit, ihre Entwürfe auszuarbeiten. Ende Juli 2020 wird das Bewertungsgremium den Siegerentwurf auswählen. Die Arbeiten werden daraufhin öffentlich ausgestellt.

Parallel hierzu wird die Beteiligung zum geplanten Generationenprojekt auf der Potenzialfläche am Sportheim vorbereitet. Dafür ist der nächste Schritt, sich vertieft mit der Fläche und den Nutzungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Interessierte Bürger*innen werden Gelegenheit haben, sich einzubringen.

Und wie geht es weiter?

Bestimmen Sie mit, was mit der Potentialfläche an der Poststraße passiert und wie Mehrgenerationenwohnen in Öhningen aussehen kann!